• Einheimische Pflanzen 

  • Invasive Neophyten 

  • Feuerbrand

 

Einheimische Pflanzen

Einheimische Pflanzen haben sich über Jahrtausende an die Meilemer Klima- und Bodenverhältnisse angepasst. Im Vergleich zu exotischen Zierpflanzen sind sie wertvoller, da sie zahlreichen Tierarten Nahrung, Nistplätze und Unterschlupf bieten.  

Die Gemeinde Meilen hat im Herbst 2025 an drei verschiedenen Standorten auf kommunalen Flächen eine rein einheimische Bepflanzung umgesetzt. Diese Flächen dienen als Anschauungsobjekte und sollen zum Nachpflanzen anregen. Im Jahr der Pflanzung wirken die Flächen noch karg. Sie werden aber etwa ab dem zweiten Jahr ihre volle Schönheit und ökologische Wirkung entfalten. 

Standorte: 

Für jeden Standort finden Sie eine Pflanzliste mit Blütenkalender sowie viele weitere spannende Informationen zur Pflanzenwahl und Pflege. 

 

Warum einheimische Pflanzen so wichtig sind: 

  • Nahrung für Insekten: Viele Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer sind auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert.  

  • Lebensraum für Vögel und Kleintiere: Sträucher wie die Heckenrose oder der Schwarzdorn bieten Schutz und Brutplätze und ihre Früchte sind eine wichtige Nahrungsquelle. 

  • Robust und pflegeleicht: Einheimische Pflanzen sind an unser Klima angepasst, benötigen weniger Pflege und kommen meist ohne Dünger oder Pestizide aus. 

  • Ökologischer Ausgleich: In naturnah gestalteten Gärten mit einheimischen Arten entstehen kleine Biotope, die einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten. 

 

Empfehlung: 

  • Verwenden Sie bei Neupflanzungen bevorzugt einheimische Arten. 

  • Das Pflanzen von invasiven Neophyten ist verboten, da diese die heimischen Pflanzen verdrängen. 

  • Nutzen Sie unsere Pflanzenlisten und Empfehlungen für naturnahe Gärten.  

Einheimische Acker-Witwenblume in Meilen

 

Invasive Neophyten 

Invasive gebietsfremde Pflanzen sind nicht-einheimische Arten, die absichtlich oder unabsichtlich aus anderen Regionen, meist von anderen Kontinenten, eingeführt wurden. Diese Pflanzen etablieren sich in unseren Ökosystemen und breiten sich auf Kosten einheimischer Arten aus. Sie tragen weltweit erheblich zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei und sind laut der IUCN der zweitwichtigste Grund für den Artenrückgang, direkt nach der Zerstörung von Lebensräumen durch den Menschen. Auch in der Schweiz stellen invasive Neophyten in den letzten Jahren eine ernsthafte Bedrohung für die biologische Vielfalt dar. 

 

Neophytenstrategie Meilen 

Gemeinsam können wir die Biodiversität in unserer Gemeinde schützen! Die Neophytenstrategie Meilen 2021-2026 bildet die Grundlage für einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit invasiven Neophyten. Diese Strategie umfasst gezielte Bekämpfungsmaßnahmen, die Sensibilisierung der Bevölkerung sowie präventive Maßnahmen, um die Ausbreitung dieser Pflanzen zu verhindern.  

Essigbaum

 

Schmetterlingsstrauch

 

Kirschlorbeer

 

Einjähriges Berufkraut

 

Korrekte Entsorgung von invasiven Neophyten 

Invasive Neophyten gehören nicht in den Gartenkompost. Stattdessen sollten sie in professionelle Kompostieranlagen gebracht oder als Kehricht entsorgt werden. Grössere Mengen können kostenlos und auf Voranmeldung beim Werkhof / Unterhalt an der Alten Landstrasse 146 oder bei Schneider Umweltservice an der Sammelstelle RotholzExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. entsorgt werden. 

Kein Verkauf invasiver Pflanzen 

Trotz der bekannten Gefahren, die von invasiven Neophyten ausgehen, war bisher der Verkauf vieler dieser Pflanzenarten erlaubt. Am 1. März 2024 hat der Bundesrat einen bedeutenden Schritt unternommen, indem er das Inverkehrbringen bestimmter invasiver Pflanzenarten ab dem 1. September 2024 verbietet. Der Schmetterlingsstrauch, der Kirschlorbeer und der Blauglockenbaum zählen zu den betroffenen Pflanzen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass das Verbot nicht für bereits gepflanzte Exemplare gilt. Für Ersatzpflanzungen können sich betroffene Personen auf die Beratung qualifizierter Gartenbauunternehmer verlassen. 

 

Neophyten-Ranger der Gemeinde Meilen

Markus Brennwald
neophyten@meilen.ch

 

Neobiota-Kontaktperson der Gemeinde Meilen

Nadine Rhyner
neophyten@meilen.ch
Tel.: 044 925 93 55
Direkt: 044 925 93 21

 

Weiter Informationen zu invasiven Neophyten finden Sie hier: 

Naturnetz Pfannenstil NeophytenExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

AWEL Gebietsfremde Arten - NeobiotaExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

AWEL Praxishilfe NeophytenExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.

 

Feuerbrand

Feuerbrand ist eine bakterielle Pflanzenkrankheit, die in Kernobstanlagen, Hochstammobstgärten und Baumschulen an Apfel-, Birnen- und Quittenbäumen grossen Schaden anrichten kann. Weitere Pflanzen, die von Feuerbrand befallen werden können, sind beispielsweise Weissdorn, Cotoneaster-Arten, Feuerdorn, Vogelbeere oder Mehlbeere. Feuerbrand kann hingegen weder Kirschen- noch Zwetschgenbäume befallen. Sind an Steinobstbäumen absterbende Triebe zu beobachten, handelt es sich in der Regel um Befall durch die Triebmonilia.

Typische Feuerbrandsymptome an Quitte

Wie ist Feuerbrand zu erkennen?
Hauptsächlich über die Blüte dringen die Feuerbrandbakterien in die Wirtspflanzen ein. Vom Blattstiel her über die Blattadern verfärben sich Blüten und Blätter braun bis schwarz. Oft krümmt sich die Spitze befallener Äste hakenförmig. Äste bis hin zur ganzen Pflanze sterben ab. Erste Symptome sind wenige Wochen nach der Blüte, meist ab Anfang Juni, sichtbar.

Was tun bei Befallsverdacht?
Wenden Sie sich bei einem Verdachtsfall an Ihre Gemeindeverwaltung, Dienststelle "Tiefbau, Umwelt und Landschaft" oder direkt an den Gemeindekontrolleur. Er verfügt über die nötigen Kenntnisse und Kontakte, wie im entsprechenden Fall am besten vorzugehen ist.

Für die Gemeinde Meilen ist Ueli Dolder zuständig
076 469 77 73
044 923 51 07
burghof@sunrise.ch

Weitere Informationen zu FeuerbrandExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. 

Dokumente

Name Download
2023.12.18 Pflanzenliste Meilen - Positiv- und Negativliste (PDF, 802 kB) Download 0 2023.12.18 Pflanzenliste Meilen - Positiv- und Negativliste
2021.12.20 Liste der invasiven und potenziell invasiven Neophyten der Schweiz (PDF, 783 kB) Download 1 2021.12.20 Liste der invasiven und potenziell invasiven Neophyten der Schweiz
2021.12.01 Neophytenstrategie Meilen 2021-26 (PDF, 7.96 MB) Download 2 2021.12.01 Neophytenstrategie Meilen 2021-26
2022.01.31 Neophytenstrategie Meilen 2021-2026 Ampelanalyse (PDF, 91 kB) Download 3 2022.01.31 Neophytenstrategie Meilen 2021-2026 Ampelanalyse
2022.01.31 Neophytenstrategie Meilen 2021-2026 Inventar Übersicht (PDF, 196 kB) Download 4 2022.01.31 Neophytenstrategie Meilen 2021-2026 Inventar Übersicht
2022.01.31 Neophytenstrategie Meilen 2021-2026 Prioritätenliste (PDF, 81 kB) Download 5 2022.01.31 Neophytenstrategie Meilen 2021-2026 Prioritätenliste
2024.04.22 Neophytenstrategie Zwischenbericht 2023 (PDF, 2.97 MB) Download 6 2024.04.22 Neophytenstrategie Zwischenbericht 2023
2025.04.01 Neophytenstrategie Zwischenbericht 2024 (PDF, 15.39 MB) Download 7 2025.04.01 Neophytenstrategie Zwischenbericht 2024
2025.12.01 Staudenmischung Bunt - Bauamt Meilen (PDF, 19.23 MB) Download 8 2025.12.01 Staudenmischung Bunt - Bauamt Meilen
2025.12.01 Staudenmischung Robust - Turnhalle Dorfmeilen (PDF, 13.55 MB) Download 9 2025.12.01 Staudenmischung Robust - Turnhalle Dorfmeilen
2025.12.01 Staudenmischung Schattig - Pumpwerk Horn Meilen (PDF, 21.15 MB) Download 10 2025.12.01 Staudenmischung Schattig - Pumpwerk Horn Meilen