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Auslegeordnung zur Entwicklung des Areals "Beugen" in Obermeilen

Nachdem das Baurekursgericht die Baubewilligung für das Bauvorhaben der Migros aufgehoben hat, prüft die Schneider Umweltservice AG in Abstimmung mit dem Gemeinderat die nächsten Schritte zur Entwicklung des Areals.

Die Genossenschaft Migros Zürich hat im Jahr 2014 mit der Schneider Umweltservice AG einen Baurechtsvertrag über das Areal "Beugen" abgeschlossen, mit dem Ziel, auf dem Areal ein Dienstleistungszentrum mit Fachmärkten, Retail-, Freizeit- und Gewerbeflächen zu erstellen. Ursprünglich war auch ein erheblicher Wohnanteil geplant, der aber mit der übergeordneten Planung in Widerspruch stand. In enger Abstimmung mit dem Gemeinderat Meilen, dem Baukollegium und der Baubehörde der Gemeinde sowie dem Kanton wurde in der Folge ein Projekt nach der Regelbauweise entwickelt und zur Bewilligung eingereicht. Auf den positiven Bauentscheid der Gemeinde hin wurde von verschiedenen Nachbarn Rekurs erhoben. Das Baurekursgericht hat die Überbauung als nicht zonenkonform beurteilt und deshalb dem Rekurs stattgegeben. Auf einen Weiterzug des Urteils an das Verwaltungsgericht hat die Bauherrschaft verzichtet. Die bisher geplante Nutzung ist mit dieser neuen Ausgangslage nur über ein vorgelagertes Verfahren (Gestaltungsplan oder Revision der Bau- und Zonenordnung) zu erreichen. Eine Neueinschätzung unter Einbezug der gesamten Projektlandschaft und Entwicklungsmöglichkeiten hat die Migros veranlasst, vom Baurechtsvertrag zurückzutreten. Sie ist allerdings weiterhin interessiert, in einer Überbauung Flächen für Detailhandels- und Freizeitnutzungen anzumieten. Die Schneider Umweltservice AG wird nun eine Auslegeordnung vornehmen und in Abstimmung mit der Gemeinde entscheiden, mit welchen Verfahrensschritten und welcher Nutzung sie eine Arealentwicklung angehen wird. Dabei wird auch die anstehende Totalrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) eine Rolle spielen. Der Gemeinderat ist nach wie vor der Ansicht, dass das Areal Beugen für Fachmärkte und Gewerbe, kombiniert mit Wohnen, geeignet ist. Auf der Basis des neuen kommunalen Richtplans wird es möglich sein, dass die BZO neben der gewerblichen Nutzung auch einen Wohnanteil vorsieht. Somit wird auch die umstrittene Ausfahrt aus dem Beugenareal ohne Linksabbieger auf die Seestrasse von den zuständigen kantonalen Behörden neu zu beurteilen sein.


Beugen
 

Datum der Neuigkeit 3. Mai 2019