Willkommen auf der Website der Gemeinde Meilen



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
Verwaltung
  • Druck Version
  • PDF

CTC Meilen, Resultate aus der Schülerbefragung vom Herbst 2016

Verschiedene Bereiche der Gemeindeverwaltung sowie die Schule Meilen beteiligen sich in enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Suchtprävention Samowar seit 2016 an dem schweizweiten Präventionsprogramm "Communities That Care" (CTC). CTC unterstützt Gemeinden darin, ihre Präventionsbedürfnisse zu identifizieren und anschliessend Massnahmen umzusetzen, um Jugendlichen ein gesundes und sicheres Umfeld zu bieten, in dem sie sich optimal entwickeln können. 

Einerseits begünstigen verschiedene Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit für riskantes Verhalten. Andererseits können bestimmte Schutzfaktoren späteren problematischen Verhaltensweisen entgegenwirken. Die spezifischen Risiko- und Schutzfaktoren unserer Jugendlichen wurden im November 2016 anhand einer wissenschaftlichen Schülerinnen- und Schülerbefragung ermittelt. Aufgrund der Resultate dieser Schülerbefragung in Meilen hat sich die Projektgruppe CTC, bestehend aus Vertretern des Gemeinderats, der Sicherheitsabteilung, der Schule, der Schulpflege, des Samowar und der schweizerischen Gesundheitsstiftung Radix, entschieden, die folgenden Risiko- und Schutzfaktoren in den Fokus zukünftiger Präventionsmassnahmen zu stellen, wobei die Risiken eingegrenzt und die Schutzfaktoren gestärkt werden sollen:

Risikofaktoren: Gemäss Studie geht eine signifikante Anzahl Meilemer Jugendlicher davon aus, dass die Eltern ihren Konsum von Tabak,- Alkohol- oder Cannabis indifferent oder sogar zustimmend zur Kenntnis nehmen. Diese Haltung stellt einen ersten wichtigen Risikofaktor für die Jugendlichen dar. Im Bereich Jugendliche hat die Projektgruppe den frühen Beginn von Substanzkonsum, die zustimmende Haltung zum Substanzkonsum - es gehört bei manchen Jugendlichen sozusagen zum guten Ton, Cannabis und Alkohol zu konsumieren - und den Umgang mit Freunden mit Substanzkonsum als zweiten Risikofaktor eingestuft. Die von den Jugendlichen als einfach bezeichnete Verfügbarkeit von Alkohol, Tabak und Cannabis in der Wohnumgebung bildet den dritten zu beachtenden Risikofaktor. 

Schutzfaktoren: Wenn Kinder und Jugendliche in ihrer Erziehung verlässliche moralische Überzeugungen und klare Normen verinnerlichen und Regeln einhalten lernen, kann sie dies vor problematischen Verhaltensweisen schützen. Hilfreich sind auch Gelegenheiten, sich in der Wohnumgebung positiv einzubringen, diese mitzugestalten und dafür auch Anerkennung zu erfahren.

Die Ergebnisse dieser Gesamtstudie können auf der Website der Gemeinde Meilen www.meilen.ch unter Politik/Dossiers/Prävention eingesehen werden. 

Zurzeit analysiert die Projektgruppe bereits bestehende Präventionsangebote, welche beispielsweise von Vereinen oder der Jugendarbeit angeboten werden und definiert eventuelle Lücken. In einer weiteren bis Ende 2018 dauernden Phase werden schliesslich Massnahmen erarbeitet und umgesetzt, deren Wirksamkeit aus den Erfahrungen anderer Kommunen und Städte nachgewiesen ist. 
Was ist Communities That Care (CTC)?
Communities That Care (frei übersetzt: Gemeinden, die sich kümmern) ist eine ursprünglich in den USA entwickelte Strategie für Gemeinden und Städte, um Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen wie Gewalt, Delinquenz, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Schulabbruch und Depressionen und Ängste zu vermeiden oder zu reduzieren. CTC setzt auf evidenzbasierte Methoden und wurde in Europa erstmals in den Niederlanden, später in Deutschland und nun zum ersten Mal in der Schweiz umgesetzt. 



Datum der Neuigkeit 10. Nov. 2017